Vier Phasen — jede mit einer eigenen physiologischen Funktion. Gemeinsam ergeben sie ein vollständiges Leistungsprofil.
Der Test beginnt mit dem Anlegen des EKG-Sensors und endet mit dem vollständigen Ergebnisausdruck — in etwa 25–30 Minuten.
5 Minuten
Basiswert des autonomen Nervensystems
5 Minuten
Orthostatische Reaktion des Kreislaufs
5 × 3 Min (je Protokoll)
Aerobe und anaerobe Schwelle
5 Minuten
Recovery-Profil und Erholungsgeschwindigkeit
Jede Messung braucht eine Referenz. Die liegende Ruhemessung erfasst den autonomen Grundzustand des Nervensystems unter minimaler körperlicher Belastung. Im Liegen ist das Herz-Kreislauf-System maximal entlastet — Schwerkrafteinflüsse auf die Blutverteilung sind minimal.
Würde der Test mit Stehen oder Belastung beginnen, wäre dieser Referenzwert durch Voraktivierung verfälscht. Das Liegen erzwingt eine definierte Ausgangslage — reproduzierbar, vergleichbar, wissenschaftlich standardisiert.
Die Person liegt entspannt, atmet ruhig, spricht nicht. Der EKG-Sensor erfasst jeden Herzschlag auf die Millisekunde genau.
Der Übergang vom Liegen ins Stehen ist kein triviales Ereignis. Rund 500–700 ml Blut verlagern sich in die unteren Extremitäten. Das Herz-Kreislauf-System muss innerhalb von Sekunden gegensteuern — über den Barorezeptorenreflex, die sympathische Aktivierung und die Anpassung des Herzrhythmus.
Die Qualität dieser Anpassung ist ein eigenständiger Leistungsparameter. Wer schlecht erholt ist, zeigt hier früher und stärker einen eingeschränkten Regulationsbereich — oft bevor andere Parameter auffällig werden.
Die Wattzahl steigt in definierten Stufen. Die Trittfrequenz wird konstant bei 60 U/min gehalten — eine wichtige Kontrollvariable, da unterschiedliche Trittfrequenzen bei gleicher Wattleistung verschiedene Muskelrekrutierungsmuster erzeugen.
Jede Stufe dauert drei Minuten — die Mindestzeit die der Herzrhythmus benötigt um sich auf eine neue Belastungsstufe einzupendeln und stabile Messwerte zu liefern. VarioLab berechnet nach jeder Stufe den aktuellen DFA α1-Wert und verfolgt dessen Abfall in Echtzeit.
VarioLab empfiehlt nach jedem Test automatisch das passende Protokoll für die nächste Messung — basierend auf den tatsächlichen Ergebnissen.
Was nach dem Test passiert ist mindestens so aussagekräftig wie der Test selbst. Der Recovery-Wert in Minute 1 und Minute 2 nach Belastungsende zeigt wie schnell das parasympathische Nervensystem die Kontrolle zurückgewinnt.
Gut trainierte Personen zeigen eine schnelle, steile Erholungskurve. Menschen mit Übertraining, Schlafdefizit oder gesundheitlichen Einschränkungen erholen sich langsamer — oft bevor andere Parameter auffällig werden.
Die Recovery-Daten werden bei jeder Folgemessung verglichen. Eine verbesserte Erholungsgeschwindigkeit von Test zu Test ist ein direkter, messbarer Beleg für Fitnesszuwachs.
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